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Die moderne Stadt Casablanca wurde etwa um 1770
gegruendet und zwar nach dem Erdbeben, welches die portugiesische
Siedlung von Casa Branca zerstoert hatte(branco auf
portugiesisch heist weiss).
Derjenige, welcher die Stadt gruendete, war der Sultan
Sidi Mohammed ben Abdallah, als Mohammed II bekannt,
welcher die Stadt Dar-el-Beida(auf arabisch Weisses
Haus) benannte. Der Ortsname Casablanca wurde der Stadt
von den spanischen Kaufleuten gegeben, welche den Hafen
als Zentrum ihrer Geschaefte umgebaut hatten.
In XIX Jahrhundert wird das Dorf langsam zur Stadt.
Die Bevoelkerung zaehlte 8.000 Einwohner im Jahre 1860,
20.000 1907 25.000, unter franzoesischem Protektorat
im Jahre 1912 erlebte Casablanca eine Periode von grosser
architektonischer und demographischer Entwiklung. Im
Jahre 1930 die Einwohnerzahl betrug 106.000. Als die
Franzosen im Jahre 1956 das Land verliessen, betrug
die Einwohnerzahl etwas mehr als eine halbe Million.
Im Jahre 1985 stieg die Zahl auf mehr als zwei Millionen,
drei Millionen im Jahre 1995 und auf mehr als vier Millionen
heute Vororte inbegriffe.
DIE NEUE MEDINA
Im suedoestlichen Stadtteil, hinter
dem Koeniglichen Palast und dem Boulevard Victor Hugo,
dehnt sich die neue Medina aus, welche den Namen Viertel
der Habou beibehalten hat. Die franzoesichen Stadplaner
planten den Bau seit 1923, un die Landbevoelkerung zu
integrieren, die sich in den suedlichen Vororten der
Stadt konzentrierte.
Die kleinen Plaetze und die Gassen mit Laubengaengen
stellen ein schoenes Beispiel von moderner Umarbeitung
der Tradizionellen Merkmale einer Medina dar.
Mahkma von Pascha. Die Baurbeiten
dieses Gebaudes aus Marmor, Stein und Holz fingen im
Jahr 1948 an und dauerten vier Jahre. Der Palast, welcher
aus sechzig Saelen besteht, wurde als moslemiscehes
Gericht und gleichzeitig als Empfangssaal des Paschas
von Casablanca benutzt. Heute ist er der Sitz des moslemischen
Gerichtshofs.
Jean Michel Zurfluh schrieb im Jahre 1986 in Casablanca,
dass in diesem Gebaeude die Baustile und die typischen
dekorativen Motive der spanisch-maurischen Baukunst
enthalten seien.
DIE ALTE MEDINA
Von der alten moslemischen Stadt bleibt
wenig uebrig. Sie wurde zum Teil vom Erdbeben von 1755
zerstoert. Im Jahre 1770
fing der Sultan Sidi Mohammed ben Abdallah mit dem Bau
derselben an.Vor langer Zeit war die Medina von Basteier
umrandet, die sich bis zum alten Souk al-Kebir ausdehnten.
Man hat einige Reste von dieser Bastei um Platz Mohammed
V herum gefunden. Im XIX Jahrhundert baute man in der
Medina Haeser in arabisch-islamischen und abendlaendlichem
Stil, die heute nicht mehr vorhanden sind.
DER HAFEN Der
Eintritt ist vom "Centre 2000" gekennzeichnet.
Es handelt sich um eine kleine Gruppe von Luxus-Laeden
und Restaurants. Der Hafen ist das wirtschaftliche Herz
von Casablanca.
Fruehmorgens ist er, waehrend einem beruehmten Versteigerungsverkaufs,
sehr belebt.
Der Komplex wurde anfangs des Jahhunderts fast ausschliesslich
von den Franzosen gebaut. Er hat eine Flaeche von 180
Hektar und 12.000 Quadratmetern von Kaien und ist mit
der Steinschuettung Moulay Youssef, die 3180 Meter lang
ist, und fuer Ladung und Entladung von gefaherlichen
Waren und von Kohlenwasserstoffen vorgesehn ist, ausgestattet.
Der Hafen besteht aus mehreren Docks und Werften, einem
Touristen-Hafen, einer Hafenbehoerde und den Landungsstegen
fuer die Touristen-Dampfer.
Die Hafen-Haupttaetigkeiten bestehen aus der Ausfuhr
von Phosphaten und der Einfuhr von Metallprodukten,
Kohlenwasserstoffen und Holz, Zusammen mit dem Hafen
von Mohammedia setzt Casablanca 70% des Landesseeverkehres
ab.
Koubba von Sidi Beliouth - Wurde Ende des
vergangenen Jahrhunderts noerdlich der alten Medina
gebaut.
Von der Koubba des Marabutts Sidi Beliouth Schutzheiliger
der Stadt, sieht man auf einen kleinen Friedhof.
Man erzaehlt, dass Sidi Beliouth, welcher von
der Mittelmaessigkeit der Menschen angewidert
war, sich die Augen aussriss und seine Tage in
Einsiedelei unter den wilden Tieren des Waldes
verbrachte und, dass die wilden Tiere seine Leiche
bewachten bis sie begraben wurde. Aus diesen Grunde
ist sein Spitzname " Abou houyout" (
Vater der Loewen ) . Seitlich des Wallfahrtsortes
hat man einen wundertaetigen Springbrunnen. Der
Legende nach, wird jeder eines Tages nach Casablanca
zurueckkommen, der dieses Wasser getrunken hat.
Die Sqala - Dem kleinen Fischerhafen gegenueber
richtet die Sqala, Bollwerk des
XVIII Jahrhunderts, ihre Kanone Richtung See.
Hier handelt es sich um die seltenen Ueberreste
des Koenigsreiches von Sidi ben Abdallah. Von
der Terrasse, die man besichtigen darf, geniesst
man einen schoenen Ueberblick auf den Atlantischen
Ozean.
Wallfahrtsort des Sidi-el-Kairouani - Seitlich
der rue de Tnaker befindet sich ein Wallfahrtsort,
das Grab des ersten Schutzheiligen der Stadt,
des Sidi Allal-el-Kairouani und dessen Tochter
Lalla Beida.
Die Legende geht zurueck auf das XIV Jahrhundert
und erzaehlt, das Sidi-Allal-el-Kairouani, welcher
von Kairouan per Boot abfuhr, um Senegal zu erreichen,
auf offener See vor Casablanca Schiffbruch erlitt
und von einigen Fischern aufgelesen wurde.
Als seine Frau starb, bat er seine einzige Tochter,
ihn zu erreichen. Auch die Tochter erlitt Schiffbruch
und ertrank in den Gewaessern vor Casablanca.
Sidi Allal liess sie dem Meer gegenueber begraben
und wuenschte selbst spaeter neben ihr begraben
zu werden.
Der Wallfahtsort ist unter dem Namen von "Maison
de la Blanche" bekannt, Haus der Weissen
zu Ehren von Lalla Beida, wegen des reinen Weisses
ihrer Hautfarbe.
DIE "CORNICHE"
Am Leuchtturm
von el-Hank faengt der Boulevard de la Corniche an.
Er stellt eine ununterbrochene Reihe von Straenden,
Schwimmbaedern, Cafes, Hotels und Restaurants dar.
Abends gehen die Einwohner von Casablanca dort gerne
spazieren, um etwas zu trinken und um die Meeresluft
einzuatmen.
Im Jahre 1955 hat man die saudiarabische Stiftung "
Ibn Seoud gebaut. Sie befindet sich auf einem Steilabhang
ueber dem Meer und auf ihrem Gelaende befinden sich
eine Moschee, ein Zentrum fuer akademische Studien und
eine hochmoderne Bibliotek.
Am Ende der Corniche, auf der Hoehe des Badeortes Ain
Diab, befinden sich das Institut fuer Thalassotherapie
von Casablanca und der Vergnuegungspark Sindbad.
Marabutt von Sidi Ard-el-Rachman
- Auf einem Felsvorgebirge, das man nur bei Ebbe
erreichen kann, befinden sich die geweissten Graeber
von Leuten, welche verhext wurden oder unter Nervenstoerungen
litten.
Jedes Jahr gehen die Pilger dahin, um zu baden oder
um dort zu uebernachten.
Anfa - Hinter der Corniche, im
Wohnviertel von Anfa, befinden sich die prunkvollsten
Villen der Stadt.
In einer Villa, die sich an den Huegel klammert, fand
1943 die Gipfelkonferenz von Casablanca statt. Auf dieser
Konferenz entschieden Churchill und Roosvelt die Landung
ihrer Truppen in der Normandie und in Sizilien.
Die Nazis wussten von einem Zusammentreffen in der Casa
Blanca, aber sie konnten dieses Treffen nicht verhindern,
da sie glaubten, es handle sich um das Weisse Haus in
Washington.
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